Herbstlicht und Herbststimmung

Fotografen im Nebel – Herbstlicht und Herbststimmung einfangen und festhalten

Es gibt Jahreszeiten und Jahreszeitenwechsel. Und meistens gehen sie fließend ineinander über. Aber trotzdem geht es vielen Menschen beim Wechsel vom Sommer in den Herbst so, dass sie den Herbstanfang besonders wahrnehmen. Aber nicht unbedingt als kälter, nasser, dunkler, sondern eher als das Gegenteil: Die letzten warmen Strahlen der Sonne , buntes Herbstlaub, die erste Tasse heißen Tees die man mit beiden Händen fest hält.

Das schwindende Licht bekommt mehr Gewicht

Die Wahrnehmung wird im Herbst eine andere. Wie bei allen Dingen, die weniger werden und uns deshalb wichtiger erscheinen, achten wir mehr auf das Licht. Zum einen das natürliche Licht, das zeitlich begrenzter zur Verfügung steht, dafür aber eine andere Intensität und eine andere Farbe hat. Zum anderen aber auch das von Menschen gemachte Licht. Seien es Kerzenschein oder Neon-Reklame.

Wir Fotografen reagieren hier besonders sensibel, spielen wir doch immer mit dem Licht, und versuchen es festzuhalten. Und weil nicht nur die Jahreszeit wechselt, sondern sich vieles schnell im Herbst verändert, ist dies auch eine für Fotografen anspruchsvolle Zeit. Timing ist also alles! Mit der richtigen Mischung aus Spontanität und Planung gelingen also die besten Aufnahmen.

Die Spontanität kommt natürlich von jedem selber. Aber bei der Planung können wir ein paar Tipps geben.

Zum Beispiel das Thema „Nebel“. Wer schon einmal versucht hat die Stimmung, die mit Nebel einher geht abzulichten, der weiß wie flüchtig dieses Naturschauspiel ist. Außerdem mag Nebel beeindruckend sein, wenn man die Hand vor Augen nicht sieht, aber als Foto ist die weiße Wand oft weniger spannend. Nebel wird also als Bildthema am spannendsten, wenn der Betrachter sieht, was der Nebel verdeckt, verschluckt oder umspielt. Der Kirchturm, der mitten im Nichts auftaucht. Die Gruppen von Bäumen, die wie Inseln auf dem Nebelmeer schwimmen. Oder puristischer und abstrakter, der blaue Himmel, der sich als Farbfläche vom Nebel absetzt. Das alles sieht man aber nicht, wenn man mitten im Nebel steht. Die Wahl des richtigen Blickwinkels ist also entscheidend. Leicht erhöht über dem Nebel zeigt sich der Nebel also besonders beeindruckend. Aber auch wenn sie unter dem Nebel hindurch blicken, zeigt sich eine besondere Perspektive.

Praktisches Equipment – Picknick-Decke und Stativ

In beiden Fällen geht man am besten mit praktischem Equipment ans Werk. Selten hat man es bei der Nebel-Fotografie schön warm. Daher sollte man nicht an der Kleidung sparen. Das Zwiebelprinzip kennt nun ja jeder, also muss man darauf wohl nicht gesondert eingehen. Wer aber schon mal auf dem herbstlichen Waldboden ausgeharrt hat, um auf den besten Lichtstrahl zu warten, der sich je durch den Nebel bewegt hat, der weiß eine Nässe-Sperre zu schätzen. Picknick-Decken haben oft eine wasserdichte Beschichtung und sind trotzdem klein zusammen zu rollen. Viele haben sogar einen Trage-Riemen.

Auch ein Stativ hat hier gleich doppelten Wert. Wenn die Position bis zum richtigen Auslösemoment gehalten werden soll, dann bemerkt man dass der Herbst auch feucht und kälter sein kann. Außerdem muss man auch längere Belichtungszeiten einplanen. Es wäre schade, wenn man schon zur rechten Zeit am rechten Ort ist, und dann durch das Zittern der Hand eingeschränkt würde. Zum Glück gibt es viele leichte Reisestative, die für den Fall der Fälle mit auf der Nebel-Safari dabei sein können. Manchmal reicht da auch schon ein Monopod.

Vielerorts sind morgen übrigens sonnige Flecken und Nebel angesagt. Also spontan hinaus, das Herbstlicht einfangen. (Das gilt übrigens auch, wenn man diesen Artikel erst später liest. Denn im Herbst ändert sich alles schnell!)

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